Was kostet ein SEO-Audit? Preise, Umfang und woran Sie Qualität erkennen.
Jacob Rapp · 30. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit
Die kurze Antwort: zwischen 0 € und mehreren Tausend Euro. Die Spanne ist so groß, weil unter „SEO-Audit“ sehr unterschiedliche Dinge verkauft werden – vom automatischen Tool-Report bis zur mehrtägigen Analyse mit Wettbewerbs- und Linkdaten. Hier steht, was die Preise erklärt und woran Sie erkennen, ob ein Audit sein Geld wert ist.
Die drei Preisklassen
| Art | Typischer Preis | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Kostenloser Tool-Check | 0 € | Automatischer Report mit technischen Basis-Prüfungen. Gut als Einstieg, ohne Einordnung und ohne Priorisierung. |
| „Kostenloses Audit“ einer Agentur | 0 € | Meist ein Erstgespräch mit Kurzanalyse. Ziel ist in der Regel ein Betreuungsvertrag – das ist legitim, aber keine unabhängige Prüfung. |
| Umfassendes Audit | ab etwa 2.500–3.000 € bei Agenturen | Technik, Inhalte, Wettbewerb, Links, Maßnahmenplan. Laut einem Agenturvergleich beginnt ein technisches Shop-Audit bei etwa 3.000 €; ein großer Dienstleister bietet ein 360°-Shop-Audit ab 2.500 € an. |
Zur Einordnung meiner eigenen Preise: Das SEO- & KI-Sichtbarkeits-Audit kostet 1.490 € netto, das vollständige Website- & Shop-Audit 2.990 € netto – jeweils als Festpreis.
Was den Preis bestimmt
- Größe der Website. Ein Shop mit tausenden Produkten und Filtern erzeugt schnell zehntausende Adressen, die geprüft werden wollen.
- Datenquellen. Echte Wettbewerbs-, Ranking- und Linkdaten kosten Lizenzgebühren. Ein Audit ohne diese Daten bleibt zwangsläufig an der Oberfläche.
- Tiefe der Einordnung. Ein Tool listet 200 Warnungen. Ein gutes Audit sagt, welche fünf davon wirklich zählen.
- Neue Themen. Immer mehr Menschen fragen ChatGPT oder Googles KI-Übersicht statt eine Trefferliste durchzuklicken. Ein aktuelles Audit prüft deshalb auch, ob und wie Sie dort genannt werden.
Woran Sie ein gutes Audit erkennen
- Die Datenquellen sind benannt. Jede Zahl hat eine Quelle und einen Stand. Schätzwerte sind als solche gekennzeichnet.
- Echte Besucherdaten und Laborwerte sind getrennt. Ladezeiten aus dem Chrome UX Report zeigen, was Ihre Besucher wirklich erleben; Laborwerte zeigen Ursachen. Wer beides vermischt, verzerrt das Bild.
- Rankings werden gegengeprüft. Ranking- und Suchvolumendaten sind Modellwerte. Eine zweite Quelle schützt vor Fehlschlüssen.
- Es gibt eine Reihenfolge. Am Ende steht ein Maßnahmenplan nach Wirkung und Aufwand – nicht eine Liste, die Ihr Team erst sortieren muss.
- Positives steht auch drin. Ein Audit, das nur Fehler findet, verkauft vor allem Folgeaufträge.
- Niemand verspricht Rankings. Wer Platz 1 garantiert, kennt entweder Google nicht oder sagt nicht die Wahrheit.
Lohnt sich ein bezahltes Audit?
Wenn Ihre Website regelmäßig Besucher hat und Umsatz oder Anfragen bringen soll: meist ja. Schon ein einziger behobener Fehler im Checkout oder in der Messung kann mehr wert sein als der Preis des Audits. Wenn Ihre Seite kaum Besucher hat, ist das Geld dagegen oft im Marketing besser angelegt – das sage ich Ihnen dann auch so.
Was ich in meinen Audits genau prüfe, steht offen im Prüfkatalog.
Quellen
- business-on.de: SEO für Onlineshops – Kosten (abgerufen am 30.10.2026)
- valantic / netz98: 360° Shop Audit (abgerufen am 30.10.2026)
